Die Birne fällt nicht weit vom Stamm

Dachte ich mir gestern, als Line zu mir kam, den Arm voll Stoff, und fragte, ob sie die Nähmaschine benutzen dürfe.

Ich sah da ein größeres Projekt auf mich zukommen, schaute sehnsüchtig zur Couch und besorgt zu den Wollmäusen im Flur und auf den Berg Bügelwäsche und dachte mir dann, dass das ja egal ist.

So ging es los. eine Tasche soll es werden. Also habe ich erklärt, welche Teile sie zuschneiden muss, wie lang der Träger werden sollte, habe das Bügelbrett aufgebraut, Vlies-O-Fix rausgekramt, über die Schulter geschaut, Fäden wieder eingefädelt, ihr gezeigt, wie die Spule für den Unterfaden wieder aufgefüllt wird, kurzzeitigen Frust kompensiert, Bügeltips gegeben (hähä, gerade Bügelteile fallen ab sofort in ihren Aufgabenbereich) und war am Ende sehr, sehr stolz auf sie:

Tinkas Tasche

Beim Aufnähen des Herzes habe ich ihr geholfen, alles andere hat sie alleine hinbekommen, und ich bin total froh eine Tochter zu haben, die meine Leidenschaften teilt, die genau wie meine Mutter die Zungenspitze herausstreckt, wenn sie konzentriert arbeitet, und mit der es so richtig Spaß macht, Dinge selbst zu machen.

 

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