Spaziergang mit Gusti

Vergangenen Freitag habe ich zum ersten Mal meinen kleinen Neffen vom Kindergarten abgeholt. Ich war seit gut dreißig Jahren nicht mehr in unserer örtlichen Kindertagesstätte, da die U3-Betreuung meiner Tochter vor mehr als zehn Jahren noch im Rahmen einer privaten Elterninitiative organisiert werden musste. Zum Glück für alle berufstätigen Eltern haben sich da inzwischen viele gute Strukturen herausgebildet, aber gerade wenn die Lütten noch recht klein sind, ist es doch noch immer eine Erleichterung, wenn die Großeltern oder Patentanten mal beim Abholen einspringen können.

Für mich ist es inzwischen ungewohnt mich auf das Tempo eines Zweijährigen einzustellen. Er schaut hier, er schaut da, flitzt um die Ecke und manchmal macht er gaaaanz langsame kleine Schritte. Immer dabei ist Gusti, sein heißgeliebtes Kuscheltier.

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Mit diesem besten Freund fühlt sich der kleine Mann ganz stark und Gusti ist auch zur Stelle, wenn der Rasenmäher an der Kirche viiiiiel zu laut in den kleinen Ohren dröhnt.

Gusti_02

Gusti hilft auch gerne der Tanti beim Kochen und sitzt beim Mittagessen mit am Tisch. Mit ins Bett geht er dann auch, und wacht über die Träume beim Mittagsschlaf wenn der kleine Mann nach einem ereignisreichen Vormittag soooooo müde ist.

Gusti_03

Ich war am Freitag froh, dass der Neffe so eine innige Beziehung zu seinem Kuscheltier hat. Mit Gustis Hilfe konnte ich mich wieder gut ins „Babysitten“ einfinden, zehn Jahre lassen einen doch einiges vergessen. Wie ist das bei Euren Kindern, haben sie auch eine so innige Beziehung zu einem Kuscheltier? Und wenn die Kinder schon älter sind, könnt ihr Euch noch daran erinnern, wie die Spaziergänge mit Zweijährigen sind?

Liebe Grüße, Catou

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5 Antworten zu “Spaziergang mit Gusti

  1. Bei Marie hat das immer gewchselt. Sie hatte nicht DAS eine Lieblingskuscheltier – was ich aber auch nicht so schlecht fand, weil wenn das mal verloren geht … Drama 🙂
    Liebe Grüße,
    Andrea

  2. Meine „Große“ hat mit dreieinhalb Monaten einen rosa Plüschesel geschenkt bekommen, den sie seitdem nicht mehr losgelassen hat. Das ist jetzt sechs Jahre her. Nach drei Monaten „Rosa Esel“ haben wir ein Zweitexemplar organisiert, damit man auch mal einen waschen kann und abends auf jeden Fall einen findet. (Pssst! Das ist ein Geheimnis!)
    Eigentlich bin ich sehr froh über den Esel, mit ihm im Arm schlief das Kind plötzlich durch, und so lange er dabei ist, traut sie sich fast alles. 🙂

    Lieben Gruß,
    asuka

  3. Hach – das waren noch Zeiten. Kommt mir vor als sei es eine Eeeewigkeit her, dass ich mit einem zweijährigen kleinen Mann spazieren war. Dabei war es eigentlich immer schön! Die kleinen Männekens hatten immer viel zu sehen, zu hüpfen, zu klettern und zu bestaunen. Langes Verweilen an Baustellen um Bagger zu bestaunen, jede Pfütze war ein Erlebnis (auch für mich als Mutter: „Bleibt er trocken oder ist gleich alles nass?“), jedes Mäuerchen galt es zu besteigen. Tja, da hatte ich noch Zeit in Ruhe „spazieren zu stehen“ oder im Kindergalopp die Wege zu erstürmen. Schön war das und wenn ich so darüber nachdenke fehlt es mir sogar, zusammen mit den Kleinen die Welt neu zu entdecken. Heute ist es natürlich auch schön – aber halt ganz anders. Da muss ich die jungen Herren überreden überhaupt mal mit spazieren zu gehen… Wenn ich so darüber nachdenke: Vielleicht kann ich mir ja im Bekanntenkreis so einen kleinen Menschen ausleihen 😉 Bei meinen beiden Söhnen gab es Phasen in denen sie keinen Schritt taten, ohne die Lieblings-Schmusetiere. Und einer von beiden schläft heute noch am liebsten mit seinem Stoffhund im Arm ein (aber pssst – wäre ja uncool wenn es einer mitbekommt!).

    Liebe Grüße,
    Jule

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