Monatsarchiv: Mai 2015

Crème Brûlée – Rezept

Hallo Ihr Lieben! Aus Südfrankreich habe ich Euch natürlich nicht nur Bilder und Ausflugstips mitgebracht, sondern auch ein Rezept für hervorragende Crème Brûlée. Da ich gestern bei den Lieblingsnachbarn zum Abendessen eingeladen war, hatte ich auch gleich einen guten Grund, das Rezept für Euch auszuprobieren et voilá – formidable!!!

Crème Brûlée_01

Natürlich habe ich vorher quasi verzweifelt nach meinen anderen, flacheren Schälchen gesucht, aber da Theo schon fleißig dabei war, die Eigelb und den Zucker auf dem Herd zu rühren, haben es dann auch die kleinen Souffléförmchen getan.

Crème Brûlée_02

Den kleinen Bunsenbrenner habe ich mir aus dem Haushalt der Hirschen ausgeliehen, das machen wir bei Küchengeräten, die eh kaum mehr als zweimal im Jahr gebraucht werden häufiger.

Crème Brûlée_03

Hier nun das aus Frankreich mitgebrachte Rezept:

  • 8 bis 10 Eigelb
  • 200 gr. Zucker
  • 1 Vanilleschote
  • ½ Liter Milch
  • ½ Liter kalte Sahne

Eiweiß und Eigelb trennen (das Eiweiß für etwas anderes zur Seite stellen, ein Pavlova oder jede Menge Macarons bieten sich da an).

Den Zucker zu den Eigelb geben. In einem Topf erhitzen. Die Mischung muss etwas heller werden.

Die Vanilleschote längs entzwei schneiden und mit einem Messer die Vanille herauskratzen und zur Eigelb-Zucker-Masse hinzufüren. Die Milch (Zimmertemperatur) hinzufügen und ebenso die Sahne. Auf dem Herd stehend gut miteinander mischen. Kleine Förmchen damit füllen.

Im vorgeheizten Backofen bei 100* eine Stunde langsam garen/kochen/backen. Wenn die Masse noch nicht ausreichend durch ist, um 15-20 Minuten verlängern (hängt wohl auch von den gewählten Förmchen ab).

Die Creme gut durchkühlen lassen (man sollte sie einige Stunden festwerden lassen) und vor dem Servieren mit einer gleichmäßigen dünnen Schicht Zucker bestreuen. Diesen direkt vor dem Servieren mit einem „Bunsenbrenner“ caramellisieren. Am Besten ist die Crème Brûlée, wenn die Creme noch kalt, der Karamell aber noch warm ist. Guten Appetit!

Crème Brûlée

Ich sage mal, ja, geht auch zum Frühstück ;-).

Heute werde ich meine Tina-Freundin in ihrem neuen Haus besuchen und auf dem Herd kühlt gerade ein vorbereiteter Hollunderblütensirup aus. Der muss nun noch etwas durchziehen und wenn ich ihn abgefüllt habe, bekommt ihr das Rezept natürlich auch.

Bis dahin alles Liebe, Catou

Forteresse de Mornas

Guten Morgen Ihr Lieben!

Heute geht es weiter gen Süden. Auf der A 7 nähern wir uns der Forteresse de Mornas. Von der Autobahn aus gut zu sehen, dominiert diese mittelalterliche Burg das Rhone-Tal und lohnt auf alle Fälle einen kurzen Abstecher.

Mornas_01

Der Ort kuschelt sich am Fuss des Felsens in eine Biegung und unter den gigantischen Platanen habe ich im Café de la Poste erst mal ein Baguette mit Butter und Schinken vertilgt um mich für den nur 600 Meter langen, aber doch recht steilen Aufstieg zu stärken. Ein paar meiner Mitreisenden haben später die Plat du jour gegessen, eine halbe Pizza mit einer ordentlichen Portion Salat und belegt mit Ziegenkäse und schmal geschnittenem Dörrfleisch. Das wurde sehr gelobt, und wird sicher in Kürze in einem der heuchelheimer Haushalte nachgebacken.

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Wie viele mittelalterliche Städte ist auch Mornas ausgesprochen hübsch, eng, verwinkelt, aber mit einem großen Dorfplatz ausgestattet, auf dem man sich am Rand des Springbrunnens gut einen Moment aufhalten kann bevor man sich unter der Eisenbahnbrücke durch an den Aufstieg zum Forteresse macht.

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Man kommt an der großen Kirche vorbei und kann sich die doch ganz andere Grabkultur auf dem davorliegenden Friedhof anschauen. Und dann kommt der steile Teil des Aufstieges, der mir bei dem unglaublich windenden Mistral doch ganz gut zu schaffen gemacht hat.

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Aber es lohnt sich! Im Forteresse angekommen hat man einen unglaublichen Blick über das Tal der Rhone und versteht schlagartig, warum man sich diesen Felsen ausgesucht hat, um den Fluss zu überwachen. Das Forteresse ist ein Art alter Zollstation, und die ausgestellten Kriegsgeräte beweisen, dass man von dort aus sehr wohl in der Lage war, Schiffe aufzuhalten. In früheren Zeiten hatte die Rhone einen anderen Verlauf, ungefährt dort, wo heute die Autobahn verläuft und vom Felsen aus sieht man ALLES.

Heute gibt es dort Informationen über das Leben der alten Rittersleut und verschiedene Aktionen und Veranstaltungen gerade für Kinder oder Schulklassen.

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Eine Streckbank und ein Pranger sind auch ausgestellt, und wer sich auf der Fahrt nicht benommen hat, den könnte man dort mal für eine halbe Stunde anketten ;-).

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Natürlich haben wir uns auch alle ins Gästebuch eingetragen, und vielleicht kommt Ihr ja irgendwann mal dorthin und macht ein Foto für mich.

Nun wünsche ich Euch alles Liebe und Gute, der nächste Ausflug bringt uns in die Kulturhauptstadt 2013, nach Marseille!

Liebe Grüße, Catou

Annecy – auf dem Weg in den Süden

Hallo Ihr Guten!

Heute möchte ich Euch ein paar erste Eindrücke unserer Reise nach Gémenos zeigen. Seit 45 Jahren ist unsere Gemeinde mit der südfranzösischen Kommune verpartnert, und in diesem Jahr habe ich endlich die Zeit gefunden, mal an einem Besuch teilzunehmen.

Doch da bei Reisen im Allgemeinen, und meinen im Besonderen, auch immer der Weg ein Ziel ist, zeige ich Euch zu Beginn der kleinen Serie Bilder aus Annecy, wo wir eine Zwischenübernachtung eingelegt haben.

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Im Département Hautes-Savoie gelegen hatten wir dort schon mehr als die Hälfte unserer Strecke nach Gémenos zurückgelegt, und die mittelalterliche Stadt am Lac d´Annecy wurde von uns zu Fuss erkundet.

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Da Reisen auch durstig macht, haben Reni und ich uns in ein kleines Café an einem der Flussläufe gesetz und gemütlich Kaffee getrunken. Besuch bekamen wir dabei auch, und es ist ganz klar, dass die französischen Spatzen genau so frech sind wie die Deutschen.

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Vor dem gemeinsamen Abendessen im Hotel bin ich noch etwas durch die Straßen geschlendert und habe es sehr genossen, mal wieder französisches Geplapper aufzuschnappen.

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Annecy ist auf alle Fälle auch mal einen längeren Besuch wert, und ich kann mir gut vorstellen, dort wieder mal eine Zwischenübernachtung einzulegen.

Morgen nehme ich Euch mit in die Forteresse de Mornas, die wir als weiteren kulturellen Zwischenstop auf dem Weg nach Südfrankreich besucht haben.

Bis dahin liebe Grüße und alles Liebe, Catou