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Dresden Teil 4 – die Neustadt

Heute möchte ich zum letzten Teil des Dresden-Rundganges mitnehmen, Tips fürs historische Grüne Gewölbe geben und Euch eine kulinarische Spezialität vorstellen.

Grünes Gewölbe

Bevor wir uns in den hippen und trendigen Teil von Dresden aufgemacht haben, haben Franzi und ich uns noch Zeitkarten für das Historische Grüne Gewölbe besorgt. Die Karten werden zu 60% über Onlinekontingente bis zum Vortrag verkauft, und Besuchswillige sollten sich morgens um 10:00 vor Ort einfinden, um Zeitkarten für den Besuch zu erwerben.

Innenhof

Unter der Glaskuppel des Innenhofes des Residenzschösschens haben wir uns dann in eine lange Schlage gestellt und als wir dran waren, hätten wir die nächsten Karten für 13:30 erwerben können. Das hätte unseren Tagesplan reichlich durcheinandergewirbelt, also haben wir uns für die „Spätvorstellung“ entschieden, und Karten für 17:00 gelöst. Für Spontane Besucher ist dieser Kartenverkauf ein Ärgernis, aber ich denke, dass an einem „normalen“ Wochenende vielleicht nicht so großer Andrang herrscht, oder Ihr besorgt Euch die Karten vorher hier : KLICK.

Kunsthofpassage_01

Mit unseren sicher verstauten Karten ging es dann mit der Bahn in die Bautzner Straße. Wir wollten zu Pfunds Molkerei, einem Käseladen, der mit 3500 handbemalten Fliesen ausgestaltet ist.

Schon auf dem Weg dorthin, einfach der Straße entlang, haben wir uns in dieser quirrligen Urbanität total wohlgefühlt, und beschlossen, dass zumindest eines unserer Kinder doch in Dresden studieren sollte.

Einen wirklich tollen Laden, „Koch selbst!“ werde ich Euch noch in einem extra Post vorstellen.

In einem der netten Straßencafes hat Franzi mich dann mit einer örtlichen Spezialtät bekannt gemacht, der Dresdener Eierschecke:

Dresdener Eierschecke

Line, der ich ein Bild geschickt hatte, meinte, es sei ein Käsekuchen, und es geht auch etwas in die Richtung. Sehr lecker und auf alle Fälle etwas, was Ihr probieren solltet, wenn Ihr in Dresden seid.

Käse

Der Milchladen ist wirklich der Hammer, auch wenn die Touristen busladungsweise angekarrt werden. Wir haben Käse und ich eine Milchseife erstanden, und da die Sonne so schön schien, haben wir uns auf den Sims vors Ladenfenster gesetzt und verschiedene Käsesorten schnabuliert.

Anschließend sind wir durch die Straßen und Gassen in Richtung Kunsthofpassagen geschlendert, ich habe mir in einer Weinschenke ein Damengedeck mit Rosésekt und Quittenschorle gegönnt, wir haben in kleinen Läden reingeschaut, Klamotten anprobiert, wieder in einem Café gesessen

Neuer Fünfer

dort den ersten der neuen Fünf-Euro-Scheine als Wechselgeld bekommen und ihn erstmal genau inspiziert, und dann ging es in die Kunsthofpassagen mit ihren tollen kleinen Läden, den unterschiedlich gestalteten Fassaden und wir hätten wahrscheinlich noch Stunden lang dort herumschauen können.

Doch da ja Urlaub und keine Hektik angesagt war, sind wir irgendwann wieder in Richtung Altstadt aufgebrochen und am Albertplatz schlug mein genderbewegtes Herz noch höher für diese tolle Stadt:

Ampelfrau

Gegenderte Lichtzeichenanlagen – ich fand es total genial!

Dann wieder in die StraBa und ab zum Theaterplatz, dabei von der Brücke noch einen tollen Blick auf die „Skyline“ in uns aufgesogen, und dann war es schon kurz vor Fünf, und wir konnten uns die Preziosen im Historischen Grünen Gewölbe anschauen.

Als wir dort um Sechs freundlich, aber bestimmt hinausgescheucht wurden, machten wir uns auf die Suche nach einen Postkasten. Ist heutzutage gar nicht mehr so einfach, aber dafür war dann der, der an der Albertbrücke noch installiert ist, um so schöner:

Postkasten

Falls Ihr also auch Postkartenschreiberinnen seid, merkt Euch die Stelle, es schein der einzige Postkasten in der ganzen historischen Umgebung zu sein.

Den schönen Schlender-Shopping-Preziosen-Tag haben wir dann bei Watzke am Ring ausklingen lassen, im Regen unter verstärkten Sonnenschirmen Leute guckend und den gebackenen Ziegenkäse an Rucolasalat mit frischen Feigen kann ich nur empfehlen!

Alles Liebe, Catou

Dresden Teil 3 – die Altstadt am Nachmittag

Nach dem leckeren Essen in der Yenidze haben wir einen gemütlichen Verdaungsspaziergang an der Elbe entlang zurück zur Altstadt gemacht.

Canaletto-Blick

Da hat frau dann zwar nicht ganz den berühmten Canaletto-Blick (dazu müsste sie über die Brücke auf die Neustadtseite der Elbe), aber es ist trotzdem sehr schön, nicht weit, und im Sommer sicher eine tolle Möglichkeit, auf einer der Wiesen eine Weile zu rasten.

Wir sind dann von der Elbe ein paar Stufen hinauf und wieder zum Theaterplatz gekommen und von dort Richtung Residenzschlösschen und Neumarkt weiter.  Kurz hatte ich überlegt, ob eine Kutschfahrt nicht auch nett wäre, aber da siegte dann doch die Kaffeelust,

Kutschpferde

und wir sind am Neumarkt direkt an der Frauenkirche eingekehrt.

Neumarkt

Das Lutherdenkmal erinnert an, Luther, klar, und die halbwegs originalgetreu restaurierten Fassaden umgeben den großen Platz.

Dann stand ein Besuch auf der Aussichtsplattform der Frauenkirche an.

Kuppelaufgang

Naja, zumindest in der Theorie, den ich habe ja Höhenangst. Zwischen den beiden Kuppeln der Frauenkirche ließ es sich ja noch halbwegs an, und auch der Blick auf die Akademie der Künste (das Dach wird liebevoll „Zitronenpresse“ genannt) ging noch halbwegs:

Zitronenpresse

aber dann kam eine dieser Stahltreppen, bei denen der Blick in die Tiefe frei liegt, und da ging für mich dann gar nichts mehr… Schade, Schade. Franzi hat mich lieb an die Hand genommen, und in einer der Nischen im Kuppelaufgang auf eine Bank gesetzt. Die Anderen, auch der kleine Max und Onkel Jochen waren zum Kuppelaufstieg zu uns gestoßen, sind dann noch auf die Aussichtsplattform und haben sich die Umgebung aus der Höhe angeschaut.

Frauenkirche

Also, ich war fast ganz oben….

Nach dem Abstieg gab es noch einen schnellen Cappuccino und da es Freitag war, konnten wir um 18:00 an einer Orgelandacht mit anschließender architektonisch-historisch-allegorischer Erklärung in der Frauenkirche teilnehmen. Das war sehr, sehr schön. Gespielt wurde Vivaldi in einer Orgelüberarbeitung von Bach und die Informationen, die den Besucher anschließend von der Kanzel zum Gebäude, seiner Geschichte, dem Wiederaufbau und den Bedeutungen der allegorischen Ausgestaltungen in der Kuppel gegeben wurden, waren viel anschaulicher, als ein gedruckter Reiseführer es jemals hätte vermitteln können.

Dann war es Sieben, wir waren hungrig und haben Onkel Jochen ins Stammhaus der Watzkebrauerei ausgeführt.

Ballhaus

Von der Brauerei und ihrem leckeren frischen Bier hatte ich ja im vorletzten Post schon berichtet, und Freitag haben wir uns dann als letzten Punkt unseres Tagesprogramms das Ballhaus angeschaut.

Es war wirklich ein toller Tag mit vielen Eindrücken, tollen Ausblicken (im Restaurant der Yenidze hat mir die Höhe erfreulicherweise nichts ausgemacht) und leckerem Essen.

Alles Liebe, Catou

Dresden Teil 2 – die Altstadt

Heute möchte ich mit Euch gerne einen Spaziergang in der Altstadt von Dresden unternehmen, in einer getarnten Zigarrenfabrik zu Mittag essen und einer Orgelandacht in der Frauenkirche lauschen!

So sah nämlich unser Samstag aus. Nach dem von Onkel Jochen liebevoll bereitgestellen Frühstück sind wir mit der StraBa zum Postplatz gefahren, und quer rüber zum Zwinger gelaufen. Wie Betti uns berichten konnte, wurde der Zwinger (damals noch aus Holz) ursprünglich für die Hochzeit eines der Kinder von August dem Starken errichtet. HALLO!!! So ein Kulisse für eine Hochzeitsparty?!

asiatischer Chor

Wir sind zwar keiner Hochzeitsgesellschaft über den Weg gelaufen, aber im Durchgang unter dem Glockspielpavillion sang ein Chor junger Menschen. Da haben wir unsere erste Rast eingelegt und zugehört.

Glockenspielturm

Der Glockenspielpavillion lohnt sich auch ohne Chor, denn alle Viertelstunde erklingt eine schöne Melodie, und zu bestimmten Zeiten auch noch besondere Stücke. Informationen dazu findet Ihr im Link oberhalb des Bildes.

Dann ging es zu dritt, Betti war vor der Semperoper zu uns gestoßen, durchs Residenzschlösschen in den Stallhof:

Stallhof

Besonders gefallen hat mir ja das hier:

Pferderampe

Die Pferde wurden nämlich im 1. Stock untergebracht, und damit sie diesen gut erreichen konnten, gab es diese Rampe. In diesem Halbbogen, eingelassen in den Boden und auf dem Bild leider nicht so gut zu sehen, ist ein großes Becken, in dem die Pferde gewaschen wurden. Ein Pool für Pferde sozusagen, eine riesige Pferdebadewanne! Alma würde wahnsinnig werden vor Glück!!!

Nachdem Betti uns noch erzählt hatte, dass im Stallhof in der Adventszeit ein schöner Weihnachtsmakrt stattfindet, sind wir am Verkehrsmuseum wieder aus dem Hof heraus, links herum, und haben uns den Fürstenzug, die gemalte Herrschergeschichte des Landes Sachsen, angeschaut.

Fürstenzug

Hier war es vormittags sehr voll. Viele Reisegruppen. Und ob des Regenwetters war es nicht so schön, sich zwischen all den Menschen hindurchzuschlängeln.

Anschließend haben wir uns unter großen Regenschirmen am Neumarkt mit Kaffee gestärkt, sind dann zur Frauenkirche geschlendert, haben uns diese erst mal von außen angeschaut, und sind dann durch die Münzgasse zur Elbe hin auf die Brühlsche Terrasse. Von dort hat frau einen schönen Blick auf die andere Elbseite, und wir wären bei besserem Wetter sicher noch länger dort gewesen.

Aber irgendwie trieb uns der Hunger, und so sind wir ein Stück bis zur Yenidze gelaufen. Das ist eine ehemalige Zigarrenfabrik, die wie eine Moschee gestaltet wurde. Unter der Kuppel befindet sich ein Restaurant (und bei besserem Wetter hat auch der Biergarten mit tollem Ausblick geöffnet) in dem wir leckere Kräutercrepes-Lachs-Röllchen an Rucolasalat gegessen haben.

Yenidze

In der Kuppel selbst finden Märchenlesungen und Veranstaltungen statt und wir haben das leckere Essen, die schöne Aussicht und das einzigartige Ambiente sehr genossen.

So, bald mehr, sonst tun Euch noch vor lauter Lesen die Füße weh ;-).

Alles Liebe, Catou