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Unsere erste Kokosnuss

Beim Einkaufen für die gestrigen Pyjamaparty sind Line und ich einer Stiege mit Kokosnüssen begegnet, und Line hatte gleich tolle Bilder von ihren Freundinnen und sich cool Coctails aus einer halben Kokosnuss schlürfend am Strand im Kopf. Strand ließ sich etwas schlecht realisieren, für den Pool ist es auch noch zu kalt, aber an der Kokosnuss konnten wir arbeiten.

Kokos_01

Freundlicher Weise waren die Nüsse schon vorbereitet, unter dem Kordel befand sich eine Rille, auf die man laut Beipackzettel zwei Mal mit dem Hammer schlagen sollte, um an das Fruchtfleisch zu kommen.

Da sich beim Schütteltest aber herausstellte, dass noch jede Menge Flüssigkeit in der Schale sein muss, habe ich mit einem Nagel erst mal die drei kleinen Löcher durchstochen, und die Mädels testeten den Geschmack des Kokoswassers.

Kokos_02

Hierbei gingen die Meinungen weit auseinander. Meine drei Probandinen reagierten auf der Skala zwischen „total eklig“ bis „hmmm, lecker“. Ich fand den Geschmack okay, kann ich, muss aber nicht.

Dann ging ich mit dem Hammer zu Werke. Zwei Schläge, kräftig und zielgenau ausgeführt. Pfft, zarte Risse bildeten sich. Also weiter wie im Zornanfall auf der armen Nuss herumgekloppt und „Knack“, da war die Schale auf!

Kokos_03

Ich war stolz und die Mädels klatschten. Wenn ich also denn dann mal irgendwann auf einer tollen einsamen Insel stranden sollte, und mit Kordeln vorbereitete Kokosnüsse vorhanden sein sollten, und ich (natürlich, natürlich) meinen Lieblingshammer dabei habe – ich werde Euch alle retten. Ja, nee, wie komme ich denn jetzt überhaupt an das Fruchtfleich?!

Die Nuss war geknackt, aber das, was wir ja eigentlich essen wollten, saß noch total gemütlich und fest in der Schale drin…..

Kokos_04

Nach verschiedenen Versuchen mit dem Löffel und der erfolglosen Suchen nach meinen Grapefruitmesser („SCHATZ!!!“) habe ich dann mit einem kleinen Messer Dreiecke in das Fruchtfleisch geritzt, diese herausgehebelt und dann vom Objekt der Begierde noch die dünne Schutzhaut abgeschält. Et voilá: wir konnten frische Kokosnuss essen!

Schmackhaft, aber ein Apfel ist mir lieber. Die Mädels haben beim anschließenden Schokofondue auch die Mango und andere Früchte vorgezogen, und wenn ich für mich den Knackaufwand mit dem Geschmack ins Verhältnis setze, bleibe ich bei heimischem Obst.

Ich wünsche Euch noch einen schönen Tag, in der Hoffnung, das der strömende Regen bald nachlässt.

Alles Liebe, Catou

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Der Grund, warum ich nicht zum Basteln komme

Momentan sehe ich zu Hause so aus:

alte Hose

Zum Glück ist der Zauberschöne auch recht schmal gebaut, so kann ich bei den aktuellen Renovierungsarbeiten seine abgelegte Arbeitshose tragen.

Es wäre natürlich schlau gewesen, wenn wir vor dem Verlegen des Laminates beschlossen hätten, die zu vermietende Wohung zu tapezieren, aber so muss ich jetzt eben etwas vorsichtiger arbeiten.

Wenn Ihr mal Tapeten abmachen solltet hier ein kleiner Leitfaden von mir.

Zuerst den Strom abstellen!

Dann die Steckdosen abschrauben. Das kann zu kurzen Ekelmomenten führen….

Urrg

Dann einen CD-Spieler beschaffen (und in einem anderen Zimmer einstecken – Ihr habt ja keinen Strom…..) und alles schön und ordentlich abdecken:

Rote Wand

Gestriges Ziel war eigentlich, die Tapeten soweit abzulösen, wie das Abdeckflies reichte. Geschafft habe ich das nicht, da ich seit dieser Woche montags noch am späten Nachmittag arbeite und nicht mit der Arbeitshose im Büro aufschlagen wollte.

Die rote Tapete hat mich bald wahnsinnig gemacht. Dreilagig, und deswegen trotz intensiven Einsprühens mit dem praktischen Gartensprühteil von Papa mit mehreren Arbeitsschritten verbunden:

Tapete

Meine kleine Helferin hat nach zehn Minuten aufgegeben, aber wenigstens konnte ich sie überzeugen, die kleinen Schnipsel vom Boden aufzulesen, und in einen großen Müllsack zu stopfen.

Das Ergebnis von Tag Eins sieht so aus:

erste Wand fertig

Heute um halb Eins geht es weiter……

Alles Liebe, Catou

 

Ich hab´ Muskelkater in der Oberlippe…

war der Satz des Tages, der selbst meinen Zahnarzt zum Lachen brachte.

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Ich bin ja bekennende Angsthäsin, was Zahnarztbesuche angeht. Da kann auf tiefergelegten Küchentischen gerne nach kindlichen Traumata gesucht werden – ich habe sie wahrscheinlich alle.

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Macht aber nix! Ich passe ja auf mich auf und gehe regelmäßig zu allen möglichen Kontrolluntersuchungen (Gyn, Hautkrebs, Gesundheits-Check …  und eben Zahnarzt).

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Vor Kurzem stellte sich raus, dass ich trotz regelmäßigem FrickFrackelPutzundMach eine kariöse Stelle habe. Unter dem Retainer (=Haltebogen nach einer kieferorthopädischen Behandlung). Mist.

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So kam er heute ab, der olle Retainer. Deswegen Spritze und „Witzig – bei so einer Betäubung sieht man, wie Botox wirken würde. ….. Nichts für Sie…..“ (=Zahnarzt). Ich, mit in die jeweils andere Hand gekrallten Nägeln, auf dem Stuhl liegend („Kopf bitte überstrecken“), konnte nicht mal mehr Lachen….

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Aber – ich mag meinen Zahnarzt. Ehrlich! Auch wenn ich zwischendrin schon beim Geruch einer Zahnarztpraxis weglaufen würde. Hilft ja nichts, und meiner labert mich einfach platt. Er überlegt jetzt, im Sommer einfach mal loszulaufen. Mit EinMannZelt und Kompass. So einfach geradeaus. 30 Kilometer am Tag könne so ein Mensch ja schon ohne Streß am Tag schaffen. Und überhaupt. Und ich liege da, völlig hilflos und mit mehr Angst vor den komischen Geräuschen als vor dem Majakalender, und bekomme gar nicht so richtig mit, was er so alles macht. Bis er sagt: „So, geschafft. Schönen Sommer!“

Ich sage mal: ich brauche das echt nicht. Aber – ich habe die Kamera dabei. Und – Zahnärzte sind auch nur Menschen, die meisten wollen einem nichts Böses.

Ich habe es geschafft und gehe jetzt ins Bett.

Alles Liebe, Catou